Wohnloft in der ehemaligen Papierfabrik in Cham

Behutsame Transformation eines industriellen Erbes

 

Das Papieri-Areal in Cham am Zugersee durchläuft eine weitreichende Transformation – von der historischen Papierfabrik zu einem lebendigen urbanen Quartier, in dem bis 2030 rund 4.000 Menschen leben und arbeiten werden.

 

Albi Nussbaumer Architekten und Boltshauser Architekten entwickelten hierfür den städtebaulichen Masterplan, der den industriellen Charakter des Areals aufnimmt und in eine zeitgemässe Nutzung überführt. Herzstück des Projektes sind die sanierten Papiermaschinenhallen 1-4, die nun Kultur, Gewerbe, Wohnlofts und Ateliers beherbergen. Bereits beim Umbau der 250 Meter langen Papierfabrik kamen schlanke Profilsysteme von Forster zum Einsatz, um die charakteristischen Proportionen der Fenster-, Tür- und Portalelemente zu bewahren.

 

Wohnen in den Papiermaschinenhallen

In den Obergeschossen der ehemaligen Fabrik entstanden rund 50 neue Loft-Wohneinheiten. Die Atmosphäre der Wohnräume wird geprägt von der freigelegten Skelett-Konstruktion aus Stahlbeton und dem Einsatz teilweise wiederverwendeter Materialien wie Zement, Backstein, Kalksandstein und ausgewählten Stahlelementen. War der Umbau der ehemaligen Papiermaschinenhallen bereits in der Gesamtkonzeption auf den Erhalt des industriellen Charakters ausgerichtet, so führt sich dieser Ansatz in einem der dort entstandenen Wohnlofts fort.

 

Der reduzierte, raue Innenraum wird durch intelligent platzierte Stahl-Glas-Trennwände gegliedert. Festverglasungen und Türen mit forster presto xs Profilen zonieren die fliessenden Flächen und definieren neue Wohnräume, ohne dabei den grosszügigen Loft-Charakter zu verlieren. Die filigranen Raumelemente vermitteln zwischen der rohen Bestandsubstanz und der freien Grundrissgestaltung der neuen Wohnnutzung.

 

Industriecharme mit Forster xs-Profilsystemen

Schlanke Profile, im Farbton Iron Grey, rahmen die Glasfüllungen und greifen den industriellen Charakter der einstigen Papierfabrik auf. Ihre Teilung und Proportion orientieren sich an den Sprossenfenstern der sanierten Fassade – innen wie aussen entsteht ein harmonisches Gesamtbild.

 

Je nach Anforderung an die räumliche Nutzung kommen unterschiedliche Glaseinsätze zum Einsatz: von einfachem Einscheiben-Sicherheits-Glas (ESG) über Spiegelglas bis hin zu rippenartigem Strukturglas.

 

Die hohe Flexibilität und Stabilität der Stahlprofilsysteme erlaubt es zudem, konstruktive Besonderheiten wie Unterzüge oder Versprünge in der Tragstruktur aufzunehmen – und gleichzeitig die heutigen Anforderungen an Sicherheit und Langlebigkeit zu erfüllen. Mit filigranen Ansichtsbreiten ab 23 mm fügen sich die Profile harmonisch in den Bestand ein und beweisen sich nicht zuletzt als Architekturlösung, die eine behutsame Transformation der historisch-geschützten Räume der Maschinenhallen möglich machen.

Cham, Schweiz


Produkte:

Schiebetürelemente in forster presto xs

Doppelflügeltüren in forster presto xs

Festverglasungen in forster presto xs

 

 


Architektur: Boltshauser Architekten AG, Zürich, Schweiz

Innenarchitektur, Bauherrenbegleitung: Roland Glas, Architekur - Design - Baubiologie, Arlesheim, Schweiz

Metallbauer: Anton Bachmann AG, Rotkreuz, Schweiz

Fotografie: Anton Bachmann AG