Jungfernstieg, Hamburg/DE

Verjüngungskur am Jungfernstieg

Das prominente historische Gebäudeensemble Jungfernstieg/Ecke Grosse Bleichen in Hamburg wird bis Ende 2020 umgebaut und umfangreich renoviert. Anfang nächsten Jahres soll es seiner Nutzung wieder zugeführt werden. Herzstück des Gebäudekomplexes ist das vom Hamburger Architekten Haller entworfene Palais für die (damalige) Dresdner Bank. Das Denkmalschutzamt Hamburg hatte auf dieses Projekt ein besonderes Auge, denn es galt die historische Architektur aus der Kaiserzeit zu wahren und sie gleichzeitig behutsam den heutigen Mietanforderungen anzupassen.

Im Rahmen dieser Modernisierungsmassnahme wird die Fassade des «Haller-Haus» (Jungfernstieg 22) in Stand gesetzt und die des «Kempinski-Haus» (Jungfernstieg 24) komplett neugestaltet. Beide Fassaden werden mit zahlreichen neuen Fenstern bestückt. Schlanke Ansichten und hervorragende Wärmedämmung durften den ästhetischen Vorgaben des Denkmalschutzes nicht unterliegen.

 

Die Wahl fiel auf forster unico, nicht zuletzt, weil im Haller Haus, dem altehrwürdigen Bankhaus, die Fensterelemente eine ganz besondere Oberfläche erhalten sollten. Sämtliche Rahmenoberflächen von Zarge, Flügel und Glashalteleisten werden mit Bronze-Blechen beplankt. In einem eigens entwickelten Verfahren wurden die für jedes Element gefertigten Bleche, passgenau auf den pulverbeschichteten Oberflächen der Rahmen verklebt. Zum Einsatz kommt ein spezielles Zwei-Komponenten Klebesystem, das sich durch hohe Festigkeit wie auch durch eine hervorragende Beständigkeit auszeichnet. Um den Konturen der forster unico Profile so nah wie möglich zu kommen, werden die Bleche vor dem Abkanten einseitig mit einer feinen Fräsung versehen. Dadurch lassen sich nahezu scharfkantige Biegeradien erzielen.

 

Um dem hohen Anspruch der Architekten und des Denkmalschutzes gerecht zu werden, wurden die Fassaden und Fenster im Vorfeld in Form von 1:1 Mockups bemustert. Auf diesen Vorbildern basierte letztendlich die Ausführung mit allen optischen Merkmalen, technischen Eigenschaften und architektonischen Details.

Im nächsten Bauabschnitt des Innenausbaus kommen rund 30 Stahl-Rohrrahmenelemente zum Einsatz. Zahlreiche Türelemente in den Systemen forster fuego light sowie forster presto RS sichern die Flure und Gebäudeteile gegen Brand- und Rauchausbreitung ab. Um die Optik der Fenster im Aussenbereich fortzusetzen, erhalten einige Elemente ebenfalls eine Beplankung mit Bronze-Blechen. Nach Abschluss der Werksplanung wird die Ausführung voraussichtlich in Q3/2020 beginnen.



Hamburg, Deutschland


Wärmegedämmte Verglasung forster unico | Brandschutz Türelemente forster fuego light | Rauchschutz Türelemente forster presto RS


Bauherr: Art-Invest Real Estate Management GmbH & Co. KG, Köln

Architekt: LH Architekten, Landwehr Henke + Partner mbB, Hamburg

Metallbauer: Sörensen Bartsch, Stahl- und Metallbau GmbH, Schleswig

Beratung Forster: August Jansen und Heiko Schwartzkopff